• Lara Ebner

Eine Übung zur Wahrnehmung von kleinen und großen Glücksmomenten

Der Alltag in einer immer schneller werdenden Welt kann manchmal an unseren Nerven zehren, vor allem deshalb, weil die Zeit zum Innehalten immer knapper wird. Umso wichtiger ist es, Glücksmomente nicht untergehen zu lassen, sondern diese bewusst als solche wahrzunehmen.


Die nun folgende kleine Kurzgeschichte soll Dir als Inspiration dafür dienen, wie Du den Blick gezielt auf die schönen und positiven Dinge im Alltag richten kannst:


"Es war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche. Immer, wenn er während des Tages etwas Schönes erlebt hatte, wenn ihm etwas Freude bereitet oder er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte. Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit einem Nachbarn – immer wanderte eine Bohne von der linken in die rechte Tasche. Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche. Und bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein – auch wenn er nur eine Bohne in seiner rechten Hosentasche hatte" (Burkhard Heidenberger).

Wir möchten Dich dazu einladen, morgens die linke Hosentasche zu füllen. Hierzu musst Du nicht zwingend Bohnen verwenden – kleine Perlen, Kieselsteine oder Reiskörner erfüllen genauso den Zweck. Welche Momente sind es, die Deine Bohnen in die rechte Hosentasche wandern lassen? Bei einem großen Glücksmoment können auch mal zwei oder drei Bohnen die Seite wechseln. Hilft Dir die Übung dabei, die Erlebnisse in Erinnerung zu behalten?


Quelle:

Burkhard Heidenberger (o.J.): Die Glücksbohnen – eine Geschichte zum Nachahmen