• Psychosozialbildung

Seelische Belastung von Kindern steigt an

Laut einer neuen Studie fühlten sich während der Corona-Krise 70 % der befragten Kinder seelisch belastet. Zwei Drittel von ihnen gaben eine geringere Lebensqualität und ein verschlechtertes psychisches Wohlbefinden an (ein Drittel vor der Corona-Krise). Fast verdoppelt habe sich das Risiko für psychische Auffälligkeiten.


Die sogenannte COPSY-Studie wurde von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) durchgeführt. Leiterin der Studie war Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer. In Zusammenarbeit mit Infratest dimap wurden zwischen dem 26.05.2020 und dem 10.06.2020 über 1000 Kinder und Jugendliche und über 1500 Eltern per Online-Fragebogen zu unterschiedlichen Themen befragt, etwa zum psychischen Wohlbefinden, zur Lebensqualität, Schule, Familie oder zu Freunden.


Ravens-Sieberer: "Wir brauchen dringend Konzepte, wie wir die Familien in belasteten Phasen besser unterstützen können. Wir wissen, wenn die Eltern belastet sind, sind es auch die Kinder. Und wenn verschiedene Belastungen zusammenkommen, nimmt das Risiko für psychische und psychosomatische Auffälligkeiten zu."

Kinder sind vielen Entwicklungsrisiken ausgesetzt, die sich unterschiedlich auf deren psychosoziale Gesundheit auswirken können. Die neuen Untersuchungsergebnisse festigen unsere (Verein Psychosozialbildung) Entschlossenheit dazu, Risiken zu identifizieren, Missstände zu reduzieren und Fehlentwicklungen durch selbstbefähigende Bildung zuvorzukommen.


Zur Pressemitteilung vom 10.07.2020