ÜBER UNS

Wir sind ein junger Verein, der sich für Forschung, Information und Aufklärung im Bereich der psychosozialen Bildung einsetzt. Wir betreiben Fundraising, leisten Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit und fördern Forschung und Praxis.

PSYCHOSOZIALE BILDUNG

Psychosoziale Bildung ist ein Querschnitt aus einem breiten Spektrum und umfasst zahlreiche Disziplinen und Fachrichtungen [1]. Im weitesten Sinne meint psychosoziale Bildung den Erwerb von individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten, welche zur Bewältigung verschiedener Lebensphasen in verschiedenen Lebensbereichen - auch in sozialen Kontexten - beitragen und befähigen [2]. Gesundheit wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO als ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens definiert. Psychosoziale Gesundheit bildet dementsprechend ein Teil davon, der sich umschreiben lässt mit einem gesundheitlichen Zustand, der es dem Individuum erlaubt, einem normalen Maß an Belastung im alltäglichen Leben standzuhalten, produktiv zu sein und zur Gesellschaft beizutragen [3]. Ebenfalls große Überschneidungen bestehen daher zum Begriff der Resilienz, welche die »psychische Widerstandsfähigkeit gegenüber biologischen, psychologischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken« meint [4]. Psychosoziale Bildung stellt darüber hinaus eine generalpräventive Maßnahme dar, denn das Vorhandensein der psychischen Gesundheit senkt zahlreiche Erkrankungsrisiken, etwa das Herzinfarkts- oder Krebsrisiko.

FOKUS

Für uns steht die psychosoziale Gesundheit von Kindern besonders im Vordergrund. Gerade diese Altersgruppe kann von der Vermittlung von Lebensbewältigungsfähigkeiten und Selbstkompetenzen lebenslang und in facettenreicher Weise profitieren. Die Altersgruppe bietet aus pädagogischer und psychologischer Sicht die auf der Hand liegende Chance, dass früh vermittelte psychosoziale Kenntnisse sich positiv auf die Bewältigung der Vielzahl an möglichen Herausforderungen, Konflikten und Lebenssituationen auswirken, die bereits Kindheit und Jugend bereithalten [5].

Veränderungen und Verbesserungen in Grundschulen sind direkte Investitionen in eine Gesellschaft, deren Mitglieder sich selbst und sich untereinander gut behandeln. Ein ressourcenorientierter Umgang mit sich selbst und anderen wappnet Kinder für das Leben und fördert gesunde und nachhaltige Leistungsfähigkeit.

Unser Ziel ist deswegen die Schaffung derjenigen Voraussetzungen, die sicherstellen, dass Kinder flächendeckend und nicht nur ganz zufällig psychosoziale Bildung erhalten. Eine Verankerung in den Lehrplänen der Länder - in irgendeiner Form - wäre die hierfür wünschenswerte »große« Lösung, die dem Anliegen einen für dieses prädestinierten und somit seiner Wichtigkeit entsprechenden Raum in der Grundschule schaffen würde.

[1] Busch, 2011, Grundlegungen einer Definition der psychosozialen Beratung als Beispielkonstrukt, in: Ökologische Lernpotenziale in Beratung und Therapie, VS Verlag für Sozialwissenschaften.

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Psychosoziale_Beratung.

[3] https://www.gesundheit.gv.at/leben/lebenswelt/schule/schulpsychologie/psychosoziale-gesundheit mit Verweis auf die Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO.

[4] Grundschule macht stark! Resilienzförderung in der Grundschule, Arbeitspapier der Baden-Württemberg Stiftung – Gesellschaft und Kultur Nr. 9, 2015, S. 11 mit Verweis auf Wustmann, 2004, S. 18.

[5] Die Wirksamkeit von Maßnahmen in der frühkindlichen Bildung ist bereits erforscht und belegt worden, etwa für den Bereich des Sozial-emotionalen Lernens, siehe Cefai, C.; Bartolo P. A.; Cavioni. V; Downes, P.; Strengthening Social and Emotional Education as a core curricular area across the EU. A review of the international evidence, NESET II report, Luxembourg: Publications Office of the European Union, 2017, doi: 10.2766/543250, S. 5. Siehe auch dort zu den Vorteilen, die durch Sozial-emotionales Lernen begünstigt werden.

AKTUELLES TEAM UND MITWIRKENDE

  • Daniel Bunsen, Rechtsanwalt, Doktorand

  • Paula Jorge Mateo, Erziehungswissenschaftlerin (B.A.), ausgebildete Kinder- und Jugendberaterin

  • Charlotte Bunsen, Psychotherapeutin

  • Michel Walz, Arzt für Innere Medizin

  • Lara Ebner, Studentin der Sozialen Arbeit (B.A.), mit dem TRAINEE-Programm zur Kindergruppenleitung qualifiziert

  • Evamarie Wagner, Text-Autorin, Soziale Arbeit (B.A.), Mental Health (M.Sc.)

  • Viktoria Krauss, Studentin der Psychologie (B.Sc.)

Das Team soll sowohl mit Fachleuten der relevanten Disziplinen besetzt sein, als auch mit solchen aus deren Randbereichen oder fachfremden Berufen. Damit soll zum einen die fachliche Expertise sichergestellt und zum anderen gewährleistet sein, dass unterschiedliche Blickwinkel Eingang in unsere Arbeit finden.

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